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Investmentfonds verständlich gemacht
Die wichtigsten Finanzbegriffe Maß für die Kursschwankungen eines Wertpapiers oder Marktes. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Wertpapier bzw. der Markt.
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Aktie
Aktien sind Eigentumspapiere, die ein Anteilsrecht auf das Kapital einer Gesellschaft verbriefen und dem Aktionär das Recht auf eine anteilsmäßige Beteiligung an der Gewinnausschüttung sowie eine Beteiligung an allen Entscheidungen gewähren, die im Rahmen der Hauptversammlungen gefasst werden. Aktien börsennotierter Gesellschaften können an der Börse gekauft und verkauft („frei gehandelt“) werden.
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Anlageklassen
Verschiedene Arten und Typen von Wertpapieren, die einem Anleger zur Verfügung stehen: so zum Beispiel internationale Aktien, Anleihen oder Geldmarktinstrumente, Ein Beispiel für eine Anlageklasse wären europäische Aktien oder Staatsanleihen.
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Anleihe
Eine Anleihe ist eine handelbare Schuldverschreibung, die von einem Unternehmen oder einer öffentlichen Körperschaft (dem Emittenten) zur Finanzierung seiner/ihrer Investitionen ausgeben wird. Der Emittent ist verpflichtet, den entliehenen Betrag zu einem festgelegten Datum zurückzuzahlen. Während der Laufzeit der Anleihe erhält der Gläubiger mittels der Kupons Zinsen in zuvor festgesetzter Höhe. Zum Laufzeitende wird ihm in der Regel sein gesamtes Kapital vollständig zurückgezahlt. Während der Laufzeit der Anleihe kann diese wie andere Wertpapiere auch verkauft werden. Anleihen empfehlen sich für Anleger, die regelmäßige Einkünfte erzielen und gleichzeitig ihr Kapital erhalten möchten.
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Asset Allocation
Die Gewichtung unterschiedlicher Anlageklassen, d. h. die Verteilung des Anlagekapitals auf verschiedene Finanzinstrumente (Aktien, Anleihen, Geldmarktinstrumente usw.), Regionen oder Branchen. Je dynamischer das Anlageprofil, desto höher der Anteil von Aktien.
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Ausschüttende Anteile
Anteilsform, die dem Anleger das Recht gibt, regelmäßig (in der Regel einmal jährlich) eine Dividende zu erhalten.
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Depotbank
Die Depotbank erfüllt die üblichen Pflichten und Aufgaben in Bezug auf die Verwahrung von liquiden Mitteln, Wertpapieren und anderen Vermögenswerten. Sie ist insbesondere für die Verwahrung der Vermögenswerte des Fonds verantwortlich und überwacht, ob Verkauf, Ausgabe, Rücknahme und Annullierung der Fondsanteile gemäß den gesetzlichen Vorschriften erfolgen.
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Depotgebühr
Für den Kunden anfallende Gebühr, wenn er seine Aktien oder Anteile bei einer Bank deponiert.
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Index
Börsenindex oder Zusammensetzung an Börsenindizes, die die neutrale Anlagepolitik der OGA widerspiegeln. Diese Vergleichsgröße (auch “benchmark“ genannt) dient dazu, die Wertentwicklung des Fonds mit der des Aktienmarktes zu vergleichen, z. B.: MSCI World, Nasdaq...
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Multi-Management
Technik zur Verwaltung eines Anlageportfolios, bei der weltweit die erfahrensten und erfolgreichsten Fondsmanager ausgewählt werden, um dem Kunden über ein einziges Anlageinstrument (z. B. einen Investmentfonds) den Zugang zu diesen zu ermöglichen. Durch die gegensätzlichen Anlagestile wird eine breite Streuung und eine verbesserte Risikosteuerung erreicht. Diese Technik kann sich auch anbieten, wenn ein Fondsanbieter in eine Anlageklasse investieren möchte, bei der besondere Erfahrung von Vorteil ist, wie zum Beispiel bei Rohstoffen, Emerging Markets etc.
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Thesaurierende Anteile
Anteilsform, die dem Anleger nicht das Recht auf eine Dividende verleiht. Die Erträge werden nicht ausgeschüttet, sondern im Fonds reinvestiert (Zinseszinsprinzip).
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Volatilität
Maß für die Schwankungen des Anteilswerts eines Fonds. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher der Fonds.
Die wichtigsten Begriffe zum Thema Fonds
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Aktienfonds
Diese Fonds investieren in Aktien. Zusätzlich können sie in geringem Umfang liquide Mittel halten. Aktienfonds lassen sich nach Regionen aufteilen (Europa, USA etc.), in die sie investieren, nach Anlagethemen (Wachstumswerte etc.) oder nach Branchen (Pharma, Medien, Technologie etc.)
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Anteilsformen
- Thesaurierende Anteile Fonds, dessen Einkünfte oder Dividenden automatisch reinvestiert werden, was damit das investierte Kapital erhöht. Der Anleger erhält seine Erträge erst beim Verkauf des Fonds, in Form von Kursgewinnen. -Ausschüttende Fonds: Fonds, dessen Erträge oder Dividenden dem Anleger in der vereinbarten Frequenz ausgeschüttet werden.
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Ausgabeaufschlag
Kosten, die der Anleger bei Zeichnung der Anteile an den Vermittler zahlt. Der Ausgabeaufschlag wird in der Regel ausgedrückt als prozentualer Anteile des Nettoinventarwerts (NIW). NIW + Ausgabeaufschlag = Kaufpreis des Anlegers. Beispiel: Zeichnung von 100 Anteilen NIW =100 Euro Ausgabeaufschlag: 5% Kaufpreis: NIW 100 + 5% =105 bei Zeichnung von 100 Anteilen: vom Anleger zu zahlen: 105 * 100= 10.500 Euro Beispiel: Zeichnung von Anteilen mit festem Betrag (bei Anlagebetrag von 10.000 Euro) NIW =100 Euro Ausgabeaufschlag: 5% Kaufpreis: NIW 100 + 5 % =105 10.000/105 = 9,523 Anteile
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Geldmarktnahe Fonds
Diese Fonds investieren in Liquidität und in Wertpapiere mit kurzer Laufzeit. Sie ermöglichen dem Anleger eine höhere Rendite als die eines reinen Geldmarktfonds und bieten gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit.
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Investmentfonds
Ein Investmentfonds oder OGAW („Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“) sammelt die Gelder einer großen Zahl von Anlegern und investiert sie in Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumenten. Investmentfonds werden von professionellen Fondsmanagern verwaltet und ermöglichen eine Anlage in Wertpapieren - auch ohne hohen Kapitaleinsatz für den Anleger. Aufgrund der Streuung sind Fondsanlagen weniger volatil als eine Direktanlage in einzelne Finanzinstrumente: Da dem Fondsmanager insgesamt mehr Kapital zur Verfügung steht als einem einzelnen Anleger, kann er verschiedene Wertpapiere erwerben. Damit wird das Risiko für den Anleger gesenkt, denn nur selten verzeichnen alle Wertpapiere gleichzeitig Verluste. In manchen Fällen wird das Kapital nicht direkt in Aktien oder Anleihen investiert, sondern wiederum in andere Investmentfonds (OGAW), um die Anlage noch breiter zu streuen oder sich an exotischen oder komplexeren Märkten zu beteiligen. In diesem Fall spricht man von Dachfonds.
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Mischfonds und Fonds mit festem Anlageprofil
Portfolio mit festgelegtem Risikoprofil. Die Gewichtung von Aktien, Anleihen und Liquidität variiert je nach Profil und berücksichtigt die Bedürfnisse des Anlegers, seine Risikosensibilität sowie seinen zeitlichen Anlagehorizont. Fonds mit festem Anlageprofil sind in den Bereich zwischen klassischen Fonds und der Vermögensverwaltung mit Mandat einzuordnen.
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Nettoaktiva
Die Nettoaktiva entsprechen dem Wert des Nettofondsvermögens (Wertpapiere, Liquidität etc.) abzüglich der Verbindlichkeiten (Gebühren wie z. B. die Taxe d’abonnement).
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Organismus für gemeinsame Anlagen (OGA)
Ein OGA ist ein Investmentfonds, der keine eigene juristische Person ist und von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet werden muss. Die Anleger sind keine Aktionäre, sondern Anteilseigner.
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Performance
Gesamtrendite einer Kapitalanlage verglichen mit dem eingesetzten Kapital. Wenn die Performance eines Fonds die seines Referenzindex übertrifft, spricht man auch von „Outperformance“. Diese berechnet sich wie folgt: (letzter Nettoinventarwert (NIW)/AusgangsNIW) - 1 * 100 z. B.: AusgangsNIW: aktueller NIW: 110 (110/100) - 1 * 100 = 10 In diesem Fall beträgt die Performance im betrachteten Zeitraum 10 %.
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Rentenfonds
Diese Fonds investieren im Wesentlichen in festverzinsliche Wertpapiere. und zielen auf langfristiges Kapitalwachstum.
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Rücknahmegebühr
Kosten, die der Anleger bei Rückgabe der Anteile zahlt. Die Rücknahmegebühr fließt in der Regel in den Teilfonds und dient der Deckung der Kosten, die durch den Verkauf der Wertpapiere entstehen, der wiederum notwendig wurde, um die Rücknahme der Anteile zu ermöglichen. NIW - Rücknahmegebühr = Rücknahmepreis, den der Anleger erhält
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Sharpe Ratio
Maß für die Rendite des Portfolios im Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Das Risiko wird durch die Volatilität angegeben. Je höher die Sharpe Ratio, desto attraktiver die Performance eines Portfolios bei einem bestimmten Risikoniveau. Berechnung der Sharpe Ratio: annualisierte Performance eines Portfolios - risikofreie Performance eines Vermögenswerts* = annualisierte Volatilität des Portfolios * z. B. der kurzfristige Geldmarktzins Beispiel: Vergleich zweier Anlagen A und B mit gleicher Rendite von 10 % und annualisierter Volatilität von 10 % bzw. 5 %. Geht man als Hypothese davon aus, dass die risikofreie Rendite eines Vermögens bei 5 % liegt, ist die Sharpe Ratio der beiden Anlagen wie folgt: Ratio B = (10-5)/10 = 0,5 Ratio A = (10-5)/5 = 1 Anlage A erzielt die Rendite von 10 % mit geringerem Risiko als Anlage B. Daher ist Anlage A unter dem Gesichtspunkt des Risiko/Rendite-Verhältnisses für einen Anleger besser als Anlage B.
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SICAV
Aktiengesellschaft mit variablem Kapital, deren Kapital immer gleich ihrer Nettoaktiva ist. Die Anleger zeichnen Anteile und werden so zum Aktionär des Unternehmens. Die SICAV ist eine juristische Person, bestehend aus einem Verwaltungsrat, der für die Verwaltung und das Management des Fonds gemäß den im Verkaufsprospekt ausgeführten Bedingungen verantwortlich ist.
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Teil I-Fonds
OGAs gemäß Teil I des Gesetzes vom 30.3.1988 (Umsetzung der EU-Richtlinie von 1985), die innerhalb der Europäischen Union frei vertrieben werden dürfen. Diese Fonds dürfen ausschließlich in börsennotierte Wertpapiere (Aktien, Anleihen etc.) investieren.
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Teil II-Fonds
OGAs gemäß Teil II des Gesetzes vom 30.3.1988 (Umsetzung der EU-Richtlinie von 1985), die innerhalb der Europäischen Union nicht frei vertrieben werden dürfen. Diese OGAs sind insbesondere Fonds, die wiederum in Fonds (Dachfonds), Geldmarktinstrumente (money market funds), Liquidität (cash funds), Risikokapital (Venture Capital), Immobilien und Futures investieren.
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Teilfonds
Portfolio aus Vermögenswerten innerhalb eines Fonds (vgl. OGA), das aus verschiedenen Wertpapieren (Aktien , Anleihen, geldmarktnahe Anlagen) besteht, so wie in der Anlagepolitik festgelegt. Er wird in einer bestimmten Währung geführt und besteht häufig aus verschiedenen Anteilsklassen. Je mehr Teilfonds eine SICAV hat, desto größer ist die Auswahl für den Anleger.
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Themenfonds
Fonds, der ausschließlich in Unternehmen investiert, die ein bestimmtes Anlagethema verfolgen, z. B. Öko-Fonds.
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Tracking Error
Maß für die Volatilität der Out- bzw. Underperformance des Fonds gegenüber seinem Referenzindex. Je niedriger der Tracking Error, desto enger folgt der Fonds seinem Benchmark-Index in Bezug auf Risiko wie auch in Bezug auf die Performance.
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Umbrellafonds
Eine juristische Person, die aus mehreren Teilfonds besteht. Anleger können ihr Portfolio diversifizieren, indem sie Anteile an verschiedenen Teilfonds eines Umbrellafonds zeichnen, die unterschiedliche Anlageziele und -strategien haben. Möchte ein Anleger seine Ausrichtung ändern und z. B. von einer defensiveren in eine dynamischere Strategie wechseln, kann er leicht und in der Regel kostenfrei von einem Teilfonds in einen anderen umschichten.
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Umschichtungsgebühr („Switch")
Gebühren, die für den Anleger bei einer Umschichtung anfallen, d. h. beim Verkauf der Anteile eines Teilfonds und der Zeichnung von Anteilen eines anderen Teilfonds. Die Anteile werden zurückgenommen, Anteile an einem anderen Teilfonds werden ausgegeben - jeweils zu dem dann geltenden NIW.
Die wichtigsten Risiken - Marktrisiko
Der Anteilspreis von Fondsanteilen kann sich verändern und birgt damit das Risiko von Verlusten. Diese Schwankungen hängen von den Instrumenten ab, in die der Fonds investiert (Aktien, Anleihen etc.), ebenso wie von der Marktentwicklung. Je aggressiver ein Fonds, desto höher ist sein Risiko. Zu unterscheiden sind das (allgemeine) Marktrisiko und das (spezielle) Risiko des einzelnen Unternehmens. Bei Aktienfonds ist dieses Risiko jedoch geringer als bei Direktanlagen in Aktien dieser Gesellschaft: Durch die Streuung des Fonds wird das Risiko auf mehrere Wertpapiere verteilt. - Transparenzrisiko
Stehen einem Anleger nur unzureichende Informationen über die Managementstrategie eines Fonds zur Verfügung, setzt er sich möglicherweise einer aggressiveren Verteilung des Fondsvermögens aus als er beabsichtigt und geht damit ein höheres Marktrisiko ein. - Zinsrisiko
Investmentfonds, die in Geldmarktprodukten oder Anleihen investieren, spiegeln immer die Sensibilität dieser Instrumente für Zinsänderungen wider. Das Risiko von Rentenfonds entspricht dem einer Anleihe mit gleicher Laufzeit wie der Durchschnitt der im Portfolio enthaltenen Titel. - Weitere Risiken
Mit Investmentfonds können weitere Risiken verbunden sein wie z. B. das Wechselkursrisiko. | column-4 Le cartouche gestionnaire
Weitere Informationen
Patricia HEBISCH
Beraterin Private Banking Tel.: (+352) 49 924 3744
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