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Seit vielen Jahren begleitet und berät die Banque de Luxembourg Familienunternehmer. So veröffentlicht und finanziert sie regelmäßig Bücher, die ihre Praxis bereichern und die Kunden in ihren Überlegungen unterstützen. Heute hat die Bank einem Anthropologen die Aufgabe anvertraut, die identitätsstiftenden Merkmale von Familienunternehmern zu untersuchen. Dr. Abdu Gnaba hat sein Werk „Forscher und Stratege" vorgestellt. Seiner Ansicht nach ist ein Familienunternehmer nur dann erfolgreich, wenn er mit anderen zusammenarbeitet und sozialen Zusammenhalt entwickelt. Gnaba weitet ganz bewusst den Begriff der Familie aus und wandelt das Unternehmen in ein „Haus" um. Bestellen Sie Ihr Exemplar.

So mutig, kreativ und visionär Familienunternehmer auch sind: Sie sollten frisches Blut in ihr Umfeld bringen und sozialen Zusammenhalt entwickeln. Darin liegt in den Augen von Abdu Gnaba das wahre Geheimnis ihres erfolgreichen, unvergänglichen Werks.

Gnaba, der in Anthropologie und vergleichender Soziologie promoviert hat, sprach bei einem von der Banque de Luxembourg organisierten Vortrag über die Öffnung von Familienunternehmen. Er stützt seine Analyse auf die ausführliche Studie der Kultur von Familienunternehmern, die er in seinem neuen Buch „Forscher und Stratege - Die ewige Reise der Familienunternehmer" beschreibt.

Weitergabe der Fackel

„Unternehmer sind verantwortliche Forscher, die die Welt und - in einem tieferen Sinne - sich selbst verändern wollen. Gleichzeitig wissen sie nur zu gut, dass sie dies nicht allein schaffen können", fasst der Anthropologe zusammen. Dieser Zusammenhalt muss zunächst peu à peu mit seinen Kindern geknüpft werden, damit der heikle Prozess der Übergabe des Staffelstabs gelingt. „Die Weitergabe der Fackel ist die wichtigste Phase im Leben eines Unternehmens", meint Abdu Gnaba.

Ein sanfter Übergang sei besser, als die Kinder vor vollendete Tatsachen zu stellen, nachdem sie zu lange von aller Verantwortung ferngehalten wurden. „Die Weitergabe muss in der Bewegung, im Schwung geschehen", fährt er fort.

Doch das Unternehmen bildet einen sozialen Körper, und seine Öffnung kann sich nicht auf die Familie allein beschränken. Frisches Blut hereinzubringen bedeutet auch, neue Ressourcen in das Unternehmen zu integrieren, seien es finanzielle Ressourcen, um den nächsten Schritt zu gehen, oder Humanressourcen, um die Kompetenzen des Unternehmens zu auszubauen: „Erfolgreich ist man niemals ganz allein. Verschiedene Individuen sollten um ein gemeinsames Ziel herum vereinigt werden. Familienlogik ist niemals ganz kompatibel mit Unternehmenslogik, und wenn die Familienmitglieder nicht über die erforderlichen Kompetenzen verfügen, sollten besser Personen außerhalb der Familie eingestellt werden", hält Abdu Gnaba fest. Seiner Ansicht nach findet sich die Aufmerksamkeit für das Wohl der Menschen, die für das Unternehmen arbeiten, bei allen Familienunternehmern wieder – als ob der familiäre Charakter eines Unternehmens zu einer Art Verbundenheit zwischen den Eigentümern und ihren Mitarbeitern führt. Als ob die Mitarbeiter letztlich gewissermaßen zur Familie gehörten.

Hinterfragen

Der Anthropologe zitiert einige Unternehmer, die genau das sagen: „Wir haben immer darauf geachtet, frisches Blut hereinzubringen", „Wir sind offen für die Vielfalt, weil wir die Inzucht der Denkweisen fürchten" oder „Die Banken, die ihre Mitarbeiter nur innerhalb ihrer Familien suchen, sind klein geblieben. Sie haben eine stereotype Denkweise und kennen kein Hinterfragen. Frisches Blut hinterfragt."

Familienunternehmer sollten in dieser notwendigen Öffnung jedoch eine gute Auswahl treffen. Damit behielten sie alle Chancen, das Unternehmen in ein „Haus" umzuwandeln, in dem das erbliche Recht und das Recht durch Wahl nebeneinander bestehen: „Eine Veredelung ist wünschenswert, wenn sie neue Knospen hervorbringt, die der Art des Unternehmens entsprechen. Sie ist es nicht, wenn sie zu einem Identitätsverlust führt", schließt der Anthropologe.

Das Buch war Thema eines Artikels auf Paperjam.lu.

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