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Die Weltwirtschaft ist weiterhin geprägt von der schwachen Entwicklung der Industrieproduktion und der im Gegensatz dazu resilienten Situation im Dienstleistungssektor. Diese Meinung vertreten Guy Wagner, Chefanlagestratege von BLI - Banque de Luxembourg Investments, und sein Team in der jüngsten Ausgabe ihrer monatlichen „Investment-Highlights‘.

Die Kluft zwischen dem Sekundär- und dem Tertiärsektor schwächt in den meisten Ländern die Konjunktur, führt jedoch nicht zu negativen Wachstumsraten. In den USA stieg somit das reale BIP im dritten Quartal um 2,1 Prozent (annualisiert, im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres) und ging im Vergleich zur vorigen Wachstumsrate von 3,1 Prozent zurück. „Privater Konsum und öffentliche Ausgaben trugen am meisten zum Wachstum bei, während Export und Investitionen sich nicht auf das Wachstum auswirkten“, sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI - Banque de Luxembourg Investments.

Wachstum in der Eurozone, Japan und China deutlich moderater

Das Wachstum in der Eurozone ist deutlich moderater: Im zweiten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal von Januar bis März. In Japan korrigierte die Regierung aufgrund der schwachen Exporte unlängst ihre BIP-Wachstumsprognose für das Steuerjahr 2019 nach unten. In China stieg das BIP im Jahresvergleich um 6,2 Prozent – „dies ist das schwächste Wirtschaftswachstum seit Beginn der Veröffentlichung von Quartalszahlen 1992“, präzisiert der luxemburgische Ökonom.

EZB: erneute Welle geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen in Sicht

Wie erwartet senkte der Offenmarktausschuss der US-Notenbank bei seiner Sitzung im Juli die Leitzinsen um einen Viertelpunkt und legte eine Bandbreite von 2,00 Prozent bis 2,25 Prozent fest. „Diese Zinssenkung war die erste seit der Finanzkrise 2008.“ Dennoch stellte der Fed-Präsident Jerome Powell klar, dass die Zinssenkung eher als Anpassung in der Mitte des Konjunkturzyklus denn als Beginn eines langen Zyklus von Zinssenkungen betrachtet werden müsse. Ferner beschloss die Fed, das Ende ihrer Bilanzreduzierungen um zwei Monate vorzuverlegen. In Europa ließ der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, durchblicken, dass bald eine Reihe weiterer Lockerungsmaßnahmen anstehen könnten. Konkret hat er bereits in der Juli-Sitzung bestätigt, dass die Leitzinsen mindestens bis Mitte 2020 auf dem aktuellen Niveau bleiben oder sogar gesenkt würden. Bei der nächsten Sitzung im September dürfte eine ganze Reihe expansionistischer Maßnahmen bekannt gegeben werden.

MSCI All Country World Index Net Total Return verzeichnet neues Allzeithoch

Im Juli erreichte der MSCI All Country World Index Net Total Return in Euro nach einem Anstieg um 2,6 Prozent im Monatsverlauf ein neues Allzeithoch. „Der Leitindex für internationale Aktien profitierte von der positiven Entwicklung der US-Börse“, schlussfolgert Guy Wagner.

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