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Die Leitungsgeneration von Familienunternehmen, aber auch ihre Kinder, standen in der Corona-Pandemie vor enormen Herausforderungen und mussten ihre Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen. Wo steht die Nachfolgergeneration heute, wie lauten ihre Entscheidungen, ihre Vision für die Zukunft? Gespräch Anne Goedert, Beraterin Family Practice bei der Banque de Luxembourg.

Vor einem Jahr haben Sie bei jungen Menschen in Familienunternehmen eine Umfrage durchgeführt. Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gewonnen?

Als wir mitten in der Pandemie steckten, war es uns wichtig zu erfahren, wie die Nachfolgergeneration die Krise wahrnimmt. Wir haben im Juli 2020 etwa dreißig junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren mit ganz unterschiedlichem Profil befragt. Alle empfanden enormen Druck, und die mangelnden Perspektiven waren für alle belastend. Dennoch zeigte die Studie, dass sich unter den Befragten sehr schnell eine neue Dynamik entwickelt hat. „Wir haben gelernt, dass wir auch anders handeln konnten, als wir es gewohnt waren“, sagte mir eine Umfrageteilnehmerin, die bereits im Familienunternehmen tätig ist. Viele haben während der Coronakrise die Chance ergriffen und neue Projekte in Angriff genommen, haben Teams vor Ort gebildet – und sind aus dieser Prüfung gestärkt hervorgegangen. 

 
Umfrage: Junge Unternehmerinnen und Unternehmer und die Coronakrise
Die Studie „E WAKE-UP CALL FIR JIDDEREN“ („Ein Weckruf für uns alle“) lässt ein reichhaltiges, vielfältiges Bild entstehen: Sie zeichnet das Porträt von 27 jungen Menschen aus luxemburgischen Unternehmerfamilien. Im Gespräch mit ihnen wird deutlich, wie sehr sie – anders als viele, die in der Krise gealtert sind – an dieser Situation gewachsen und gereift sind.

Hat dies etwas an ihren Wünschen gegenüber dem Unternehmen geändert?

Viele junge Menschen haben die Coronakrise zum Anlass genommen, ihrer Familie und dem Unternehmen wieder mehr Zeit zu widmen. In manchen Unternehmen hat die Krise sogar die Weitergabe beschleunigt. Die Next Gen hat die Chance ergriffen, sich zu legitimieren und den Start als Unternehmerin bzw. Unternehmer zu wagen. Beispielsweise hat mir ein Juniorchef erzählt, dass seine Mutter eines Tages zu ihm sagte: „Schau, das alles wird dir später einmal gehören. Leg los – ich weiß in dieser Situation nicht mehr als du.“ Letztlich hat die Coronakrise in den Familienunternehmen zu einem echten Dialog zwischen den Generationen geführt – und sie dadurch stärker gemacht.

Wo steht die Nachfolgergeneration heute? Hat sie andere Erwartungen?

Viele junge Menschen in Familienunternehmen spüren angesichts der Herausforderungen durch die Pandemie weiterhin einen großen Druck. Trotzdem sind sie durch diese Erfahrung stärker geworden. „Als Mensch bin ich durch diese außergewöhnliche Situation gewachsen“, bestätigte ein Teilnehmer, der im Unternehmen bereits eine Führungsposition übernommen hat.Gerade Coronakrise und Homeoffice haben neue Erwartungen zur Work-Life-Balance zutage gebracht. Die Nachfolgergeneration hat häufig das Gefühl, dass sich die Generation vor ihr für das Unternehmen aufgeopfert hat. Doch viele jungen Menschen wollen dieses Muster nicht kopieren, jedenfalls nicht auf Kosten ihres Privatlebens. „Ich will bei meinen Kindern sein“, „ich will ein Team um mich haben, dem ich Verantwortung übertragen kann, statt alles selbst machen zu müssen“ – diese Aussagen hören wir immer häufiger.

Wie können wir die Nachfolgergeneration in diesem Kontext begleiten?

Im Lebenslauf von Unternehmerinnen und Unternehmern ist die Weitergabe ein wichtiger Schritt – aber auch für die Person, die es übernehmen soll. Der aktuelle Kontext hat bei den potenziellen Juniorchefs einige Fragen, Zweifel und manchmal auch Bedenken verstärkt.

 

Dank unserer Haltung in der Begleitung für Familien sind uns ihre Fragestellungen vertraut.Anne Goedert, Family Practice Adviser

Daher haben wir Programme entwickelt, um junge Menschen aus Unternehmerfamilien bei der Entscheidung zu begleiten, ob sie ins Familienunternehmen eintreten wollen, aber auch ihren Weg als Juniorchef oder -chefin bewusst zu gestalten.

 

„Ich bin nicht allein unterwegs.“ Diese Rückmeldung drückt am besten aus, was wir der Next Gen im Rahmen unserer Programme anbieten wollen. Die Sommerakademie und das Family Business Junior Program schaffen Raum für Begegnungen zwischen jungen Menschen in der gleichen Situation und ermöglichen einen Austausch über ihre Beweggründe, Zweifel und teilweise auch ihre Ängste. Der Austausch fällt leichter, weil Erfahrungsberichte authentisch sind und Vertreterinnen und Vertreter von Familienunternehmen aus den Nachbarländern teilnehmen. Die Begegnung mit anderen Menschen aus Familienunternehmen schafft die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen, auf das sie später, in schwierigeren Momenten zurückgreifen können, um sich auszutauschen, sich zu stützen und die Dinge aus einem gewissen Abstand zu betrachten.

Und was macht die gegenwärtige Führungsgeneration?

Für einen Unternehmer ist das Vermögen das Ergebnis eines ganzen Lebens und wurde manchmal über Generationen hinweg aufgebaut.  Wir begleiten Familienunternehmer in ihren Projekten und achten dabei besonders auf das Unternehmen und die Familie.  Aus der Überzeugung heraus, dass die Weitergabe eines Familienunternehmens die Begleitung der einzelnen Generationen erfordert, setzen wir auf einen Ansatz, jedes betroffene Familienmitglied miteinzubeziehen. Für uns geht die Begleitung eines Unternehmers oder einer Unternehmerin über rein bank- und finanzspezifische Fragen hinaus. Wir haben uns bewusst dazu entschlossen, mit einer begrenzten Zahl an Kunden zu arbeiten, um ihnen langfristige und maßgeschneiderte Begleitung bieten zu können, wie es nur ein Privatbankier tun kann… und als wirkliche Beraterinnen und Berater in allen Phasen ihres Lebens an ihrer Seite zu stehen.


Ich biete Ihnen individuelle Begleitung

Anne Goedert
Family Practice Adviser

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