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70 % - 80 % der Unternehmen in Europa sind Familienunternehmen, sie beschäftigen knapp die Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung. Ihre Wettbewerbsvorteile liegen auf der Hand: starke Unternehmenskultur, schnelle Entscheidungsfindung, Widerstandsfähigkeit gegenüber Modeerscheinungen...

Anlässlich der Auflegung des Fonds BL-European Family Businesses spricht Fondsmanager Ivan Bouillot über seine Gründe für die Wahl dieses Investmentthemas.

Worin unterscheiden sich Familienunternehmen von anderen börsennotierten Unternehmen?

Ein Familienunternehmen besitzt einen auf lange Sicht stabilen Referenzaktionär, der ähnliche Interessen verfolgt wie das Unternehmen. Die Unternehmenskultur basiert auf besonderen familiären und gesellschaftlichen Werten, die der Familie sehr am Herzen liegen und im Leben des Unternehmens Ausdruck finden. Dieses Unternehmensprofil gibt einer regelmäßigen Wertentwicklung gegenüber einer kurzfristigen Gewinnmaximierung den Vorzug. Außerdem steht der Name der Gründerfamilie häufig für die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens, weshalb dem Aufbau und der Entwicklung der Marke besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Aus welchem Grund sind Familienunternehmen in der Lage, Nachhaltigkeit und Flexibilität in Einklang zu bringen?

Ein Familienunternehmen wird schon von sich aus in der Absicht geführt, dass es als solides und nachhaltiges Unternehmen an die künftigen Generationen weitergegeben werden kann. Es wird mit dem Fokus auf Kontinuität und langfristige Widerstandsfähigkeit aufgebaut und geführt, Investitionsentscheidungen dienen der langfristigen Konsolidierung des Unternehmens. Ein Familienunternehmen ist häufig auf ein spezifisches Know-how spezialisiert, verfolgt eine umsichtige, aber zielstrebige Entwicklungsstrategie und ist häufig weniger Verlust bringend. Familienunternehmer setzen sich mit Leidenschaft für ihr Unternehmen ein und dringen auf eine schnelle Entscheidungsfindung. Humankapital erhält eine maßgebliche Bedeutung. Durch eine geringe Fluktuation unter den Mitarbeitern tragen diese mit ihrem Engagement zur Produktivität, Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit des Unternehmens bei.

Lässt sich bei Familienunternehmen eine spezielle Finanzierungsstrategie erkennen?

Familienunternehmen achten stark auf die familiäre Unabhängigkeit, auf das Risiko einer Kapitalverwässerung bei einer Kapitalerhöhung sowie auf die langfristige Flexibilität des Unternehmens. Sie wollen ihre finanzielle Unabhängigkeit erhalten. Damit wird eine Eigenfinanzierung ohne große Verschuldung bevorzugt, um die Solidität der Bilanzen zu gewährleisten. Finanzielle Instabilität wird häufig vermieden, um das Familienvermögen nicht zu gefährden.

Wie kommt dies beim Kapitaleinsatz zum Tragen?

Hier liegt der Fokus auf der Entwicklung und Stärkung des Kerngeschäfts. Externes Wachstum geschieht durch gezielte Unternehmenskäufe; Bewertung und Analyse der potenziellen Synergien erfolgen nach strengen Regeln.

Ich würde es so zusammenfassen: Ein Familienunternehmen verfolgt eine vorsichtige Strategie, aber eine zielstrebige Weiterentwicklung, es ist kaum verschuldet und setzt auf Widerstandsfähigkeit in konjunkturellen Schwächephasen statt auf ein Wachstum um jeden Preis. Die Strategie des Familienunternehmens, sein Vermögen langfristig zu erhalten, kommt häufig in einer guten operativen Performance und einem - verglichen mit dem Durchschnitt der börsennotierten Unternehmen - schnelleren Gewinnwachstum zum Ausdruck. Dies spiegelt sich ebenfalls in ihrer Kursentwicklung wider.

Anhand welcher Kriterien legen Sie das Anlageuniversum Ihres Fonds fest?

Die ausgewählten Familienunternehmen sind europäische Gesellschaften, deren Kapital zu mindestens 25 % von der Person oder der Familie, die die Gesellschaft gegründet oder das Kapital der Gesellschaft erworben hat, gehalten wird. Die Familie soll nicht passiv am Unternehmen beteiligt, sondern in führenden Positionen tätig sein, beispielsweise als Geschäftsführer oder innerhalb des Verwaltungsrats. Ich achte ebenfalls auf familiäre und gesellschaftliche Werte in der Unternehmenskultur.

Sobald die Definition des Familienunternehmens bestätigt ist, gehe ich entsprechend dem unternehmerischen Ansatz der Banque de Luxembourg vor. Das heißt: Jede Anlage wird von uns als langfristige Beteiligung am Unternehmenskapital verstanden.

Das Portfolio umfasst schließlich etwa 60 Unternehmen, die strengen Kriterien genügen müssen:

  • Wettbewerbsvorteil
  • solide Fundamentaldaten
  • überzeugende Unternehmensstrategie
  • attraktives Bewertungsniveau

Erfahren Sie mehr über den Investmentansatz der Banque de Luxembourg

 

Unsere Anlagestrategie setzt auf Umsicht und langfristigen Ansatz. Hier ist sie natürlich den Unternehmen, in die wir investieren, in vielen Aspekten ähnlich.

Mehr zum Thema:

Wenn Sie den Fonds BL-European Family Businesses zeichnen oder nähere Informationen erhalten möchten, wenden Sie sich bitte an Ihre Beraterin oder Ihren Berater.

Lesen Sie in Kürze weitere Artikel zum Thema Familienunternehmen und das Serviceangebot für Unternehmen der Banque de Luxembourg.

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