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„Wir müssen jungen Menschen Information und Orientierung bei der Geldanlage bieten.“
Die junge Generation begeistert sich für neue Technologien – zunehmend auch für die Geldanlage, wie die wachsende Beliebtheit von Trading Apps zeigt.
David Schmidt, Managing Director der belgischen Niederlassung der Banque de Luxembourg, betont in einem Interview für das Dossier „Private Banking“ der belgischen Tageszeitung L‘Écho vom 22. Oktober 2020, wie wichtig es für junge Anlegerinnen und Anleger ist, Angebote im Private Banking zu nutzen, die auf Information und Weiterbildung, auf Planung und langfristige Anlageziele ausgerichtet sind.
Neue digitale Technologien sind nur Mittel zum Zweck
„Die neuen digitalen Technologien sind nur ein Mittel zum Zweck“, unterstreicht Schmidt. „Dieser Zweck muss sein, die Verwaltung von Vermögen einzuüben – das ist etwas völlig anderes als das, was viele der neuen Apps bieten.“ Die so genannten Millennials, in den späten 1990er Jahren geboren, sind ganz selbstverständlich mit den neuen Technologien aufgewachsen. Die persönliche Ansprache und die unmittelbare Verfügbarkeit der Funktionen auf Finanzplattformen sind für sie verführerisch. Dabei tritt in den Hintergrund, dass es bei der Geldanlage noch um viel mehr geht. Das möchten wir gern ändern: Investieren hat nichts mit Zocken oder Spekulieren zu tun. Investieren ist ein ernsthaftes Thema, das man nicht „einfach so“ aus dem Bauch heraus angeht.“
Auf Information und Orientierung kommt es an
„Wir müssen jungen Menschen Information und Orientierung bei der Geldanlage bieten“, ergänzt David Schmidt. „Sie müssen sensibilisiert werden für die Fallstricke, die so mancher Anleger schon selbst schmerzlich kennengelernt hat: Dazu gehören kognitive Verzerrungen und Verhaltensneigungen wie z. B. eine verzerrte Risikowahrnehmung, übermäßiges Vertrauen oder auch unangemessene Verlustängste.“
Leistungsstarke neue digitale Technologien
„Wir haben eine leistungsstarke mobile Banking App entwickelt, nutzen digitale Schnittstellen aber auch im Kundengespräch“, erläutert David Schmidt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten alle mit einem Tablet, das ihnen bei Vor-Ort-Gesprächen mit dem Kunden großen Mehrwert bietet. Unter anderem wird dadurch die Verwaltung bequemer: MiFID-Fragebögen können zum Beispiel online ausgefüllt und Dokumente elektronisch unterschrieben werden können.“
Angebote auch für junge Unternehmerinnen und Unternehmer
Viele Millennials sind auch Unternehmerinnen und Unternehmer. „Sie stellen einen bemerkenswert hohen Anteil unserer Neukunden dar“, stellt David Schmidt fest. „Oft sind es Menschen Anfang dreißig, die ihr eigenes Unternehmen gegründet haben. Bei ihnen ist eine ungeheure unternehmerische Dynamik zu spüren. Sie bauen schnell ein Vermögen auf, noch schneller als die Generation ihrer Eltern. Sie sind sehr mobil, weltgewandt und viel unterwegs. Für sie sind digitale Tools besonders wichtig, um die Geschäftsbeziehung einfach zu gestalten. Der persönliche Kontakt zum Berater bleibt natürlich trotzdem sehr wichtig.“